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Manfred Papo
1898-1966

Der in Wien geborene Sohn eines Rabbiners der sephardischen Gemeinde kam begann unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs an der Universität Wien das Studium der Jurisprudenz, der semitischen Sprachen, der Literatur und klassischer Philologie, das er mit einer Dissertation über „Die sexuelle Ethik in Koran und Bibel unter Einschluß der talmudischen Auslegung letzterer“ beendete.

Nach Erhalt des Rabbiner-Diploms war Papo Lehrer und Leiter der Religionsschule der türkischen Israeliten sowie Hilfsprediger an der sephardischen Gemeinde. Als Mittelschullehrer lehrte er unter anderem auch am Wiener Mädchenrealgymnasium in der Albertgasse sowie an dem von Eugenie Schwarzwald geführten Mädchenrealgymnasium. Ebenso wie Kalman Kupfer hatte auch er die Funktion des Obmann des Verbandes der israelitischen Religionslehrer inne, bevor er 1934 die Leitung der „Jüdischen Volkshochschule“ übernahm.

1938 wurde Papo verhaftet und nach Dachau deportiert, schaffte es aber, im März 1939 nach Großbritannien zu emigrieren, wo er als Prediger der „Withington Congregation of Spanish and Portuguese Jews“ in Manchester und als Rabbiner der sephardischen Juden in Salisbury wirkte. 1964 kehrte Papo mit seiner Frau nach Wien zurück, wo er zwei Jahre später starb

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